Unterkapitel 10

Unterkapitel 10 Als ich zu Hause war rief ich erst mal im Krankenhaus an, was bei der Darmspiegelung herausgekommen sei. Eine Schwester sagte mir, dass die Darmspiegelung nicht geklappt hatte, weil der Darm noch nicht sauber war und sie nun weiter Abführmittel trinken muss. Morgen soll alles wiederholt werden. Ich kriege fast die Krise! Sie hat eine bekannte Eisenmangelanämie, wenn sie nur mal alle früheren Berichte lesen würden, dann könnten sie Muddi diese Tortur ersparen!!! Wir wissen ja, wie sie vorher war, ohne den linken hängenden Mundwinkel, ohne den linken Arm, den sie nicht mehr benutzt. Sie hatte sicher einen … Unterkapitel 10 weiterlesen

Unterkapitel 9

Unterkapitel 9 Nach diesem Adventswochenende waren Claus und ich aber etwas beunruhigt. Wir trafen uns am 23.12. in Oldenburg bei einem meiner Neffen, die anderen sind auch gekommen, es gab Waffeln und wir machten die Oma/Opa Bescherung. Und wir erzählten von den beiden. Anfang Januar 2011 hatte ich dann mit Edda telefoniert. Ob wir nicht mal dorthin fahren könnten. Nur wir 2 Mädchen. Ohne Männer, nur wir 2. Das würde Muddi und Vaddi bestimmt gefallen. Roland gab seiner Frau frei, sie sind ja selbstständig und die Arbeit war gerade wieder so richtig angezogen. Aber Roland fand das in Ordnung und … Unterkapitel 9 weiterlesen

Unterkapitel 8

Unterkapitel 8 Meine Eltern fuhren nun in etwas höherem Alter auch nicht mehr mit dem Campingbus in die Ferien, sondern mit Reisebus oder Schiff. Jedoch sagte Vaddi ständig jedem, dass er unbedingt mit 90 mit seinem Auto durch ihren kleinen Ort rauschen wollte und freute sich unbändig über den Witz. Jeder sagte dann „das ist doch viel zu schnell“, während er bei den 90 über sein Alter sprach. Zum Einkaufen wählte er immer die Wege, bei denen er nur noch rechts abbiegen musste. Die Autos auf der Bundesstraße waren ihm zum Linksabbiegen zu schnell. Erst als unser Vater fast 91 … Unterkapitel 8 weiterlesen

Unterkapitel 7

Unterkapitel 7 Bei Edda klingelt das Handy, es ist von ihrer Firma, da muss sie dran. Also verzieht sie sich ins Treppenhaus, damit keiner merkt, dass sie im Krankenhaus mit dem Handy telefoniert. Plötzlich kommt eine Schwester ins Zimmer und sagt schroff: “ Sie sollen ins Arztzimmer kommen“. Edda ist noch nicht zurück, aber die Bettnachbarin sagte Edda, wo ich nun hin bin. Wir sagen unsere Bedenken wegen des Schlaganfalles und wir schreiben uns auch den Namen der Ärztin auf. Sie habe ja am Freitag bei der Aufnahme schon ein neurologisches Konsil gehabt, da wäre nichts, aber das Hb ist … Unterkapitel 7 weiterlesen

Unterkapitel 6

Unterkapitel 6 Der Sonntagabend mit Vaddi wird für uns beide ziemlich anstrengend. Eigentlich hatten Edda und ich Redebedarf, was da jetzt so passiert ist. Aber Vaddi hatte auch Redebedarf. Er wollte uns unbedingt noch die Geschichte erzählen, wie er beim Militär 13 Männer, die alle Meier hießen, in ihre verschiedenen Abteilungen unterbringen musste. Sie hießen fortan nur noch Meier 1 bis 13. Edda kannte diese Geschichte schon und gab vor, sehr müde zu sein. „Ich geh schon mal rüber in unsere Ferienwohnung und leg mich hin“, sagte sie. Vaddi schaute ziemlich enttäuscht und ich versprach ihm, ein Bier mit ihm … Unterkapitel 6 weiterlesen

Unterkapitel 5

Unterkapitel 5 Muddi liegt in einem sehr engen 3 Bettzimmer auf der inneren Abteilung. Sie sieht aber besser aus, als wir befürchtet hatten. Wir bemerken, dass der linke Arm nicht richtig funktioniert und der linke Mundwinkel hängt. Muddi kann auch sehr schlecht sprechen. Sie bekommt mehrere Bluttransfusionen, die meisten laufen nicht in die Venen, sondern in den Arm, er ist blitze blau! „ Ich kann nicht richtig reden“ stammelte sie immer wieder und versuchte, Worte zu bilden. Als das Mittagessen gebracht wurde, setzte man sie an die Bettkante und wir sind in der Zeit mit Vaddi in die Kantine vom … Unterkapitel 5 weiterlesen

Unterkapitel 4

Unterkapitel 4 Außerdem unternahmen sie viele Reisen, vor allem sehr gerne mit ihrem VW Campingbus. Meist in den hohen Norden, aber es ging auch auf ‘Verwandtschaftstour’ in den Süden von Deutschland. Sie waren immer bester Laune. Niemand von uns Verwandten wohnt in Schleswig Holstein. 30 Jahre sind nun nach ihrem Umzug nach Schleswig Holstein vergangen. Unsere Eltern waren irgendwie schon lange alt. Aber nicht gebrechlich. Nein, sie waren immer noch richtig tolle Alte, mit denen man noch was anfangen kann! Mein Mann Claus und ich wohnten früher aus beruflichen Gründen in Baden-Württemberg. Da haben wir, von den zahlreichen Sommerurlauben einmal … Unterkapitel 4 weiterlesen

Unterkapitel 3

Unterkapitel 3 Am Samstag, den 22.1. brachte Eddas Mann Roland am frühen Morgen Edda zu uns nach Ostfriesland und nach einem Frühstück sind Edda und ich mit meinem PKW nach Schleswig Holstein. „Hoffentlich kommt ihr noch rechtzeitig“, hatte Claus gesagt, als wir losfuhren. Es war eisig, nebelig und schlecht zu Fahren. Die LKW donnerten auf der Überholspur an uns vorbei, als ob es nicht glatt wäre. Gut, dass wir uns unterhalten konnten, denn alleine bei dieser Fahrt, da kommen einem doch so viele und schlechte Gedanken. ≈ Ich bin als Jüngste mit 3 weiteren Geschwistern am Niederrhein aufgewachsen. Wir wohnten … Unterkapitel 3 weiterlesen

Unterkapitel 2

Unterkapitel 2 Ich bin seit langer Zeit OP Fachschwester, halbtags nur noch und hatte gerade eine Freiwoche an meiner Arbeitsstelle, wohl musste ich am Samstag wieder ran, aber wenn es schlimm wäre, dann wären wir mal eben hingefahren. Es sind etwa 300 Kilometer, aber wenn etwas wäre, hätten wir das gemacht. Nach dem Telefongespräch stand das aber für uns nicht mehr zur Debatte, so dick sei der Fuß nun auch nicht, sagte Vaddi. Am Donnerstag rief ich noch einmal dort an, denn ich wollte jetzt hören, wie es Muddi geht. Da hatte ich ja einen Grund. Wieder ging nur Vaddi … Unterkapitel 2 weiterlesen